Arbeitsauftrag ePortfolio Dezember 19, 2006
Posted by iris1508 in Kurstagebuch.trackback
Welche Idee steht hinter dem Konzept „ePortfolio“?
Das Konzept der ePortolio ist prinzipiell angelehnt an die Idee der Werkmappe, wie sie früher in handwerklichen Berufen üblich war, um nicht zu sagen dass diese in ihrer herkömmlichen Form längst ausgestorben ist. Nein, denn die Präsentationsmappe, also Portfolio, grassiert durchaus noch in den künstlerischen Berufsständen. Nachvollziehen lassen sich dadurch nicht nur Geschick und Ausarbeitungstalent, vor allem jedoch die Kontinuität der Arbeiten und der Fortschritt in welchen Bereichen auch immer.
Nun, die Grundidee ist also dieselbe geblieben, nur dass sowohl ein frischer Aufwind an Technik wie auch eine besser zugängliche Plattform dafür geschaffen wurde. Habe ich erst mal eine ePortfolio, so ist es ein leichtes Unterfangen jedem davon zu berichten und es somit nicht der gutgemeinten Aufforderung zu überlassen, ob der Portfolio nun Geltung zukommt oder nicht. Des Weiteren kommt der ePortfolio aber kontinuierlich ein wachsendes Potential der Wissensvermittlung zugute. Ist eine Website bzw. ein Blog erst einmal strukturiert und im Web verlinkt, so kann man davon ausgehen dass diese Site auch angeklickt, sprich eingesehen wird. Somit ist es jedem selbst überlassen in wie weit man akademisches Wissen in seinem Blog veröffentlich und natürlich auch in wie weit man danach in anderen Blogs forscht.
Was könnte die Motivation der EU sein, bis 2010 jedem EU-Bürger eine ePortfolio zur Verfügung zu stellen? Ist das eine sinnvolle Idee?
Die EU hat es sich zum Ziel gesetzt gemeinsame Leitlinien innerhalb der EU festzulegen und somit Lernprozesse transparent und grenzüberschreitende Qualifikationsnachweise, möglich zu machen. Es ist somit keine schlechte, zum Scheitern verurteilte Idee jedem Bürger eine ePortfolio zur Verfügung zu stellen, ob und in welchem Ausmaß diese jedoch genutzt wird steht jedem Bürger frei.
Die Motivation dahinter kann bestimmt mit der Angleichung der Währung, sowie mit der Vereinheitlichung des Führerscheins, sowie mit der Vereinheitlichung genereller Wirtschaftsgüter untersucht werden. Im Großen und Ganzen halte ich viel von der Idee dass jedem Bürger eine ePortfolio zur Verfügung steht, da somit Mobilität und anderorts erworbene Qualifikationen, bei Studien- oder Berufsaufenthalten im Ausland, besser nachzuweisen sind. Mehr Informationen zum geplanten Europass findet man hier.
Doch ist nicht außer Acht zu lassen dass jene Länder die technisch noch hinterher hinken eher wenig Bedarf zeigen werden. Obwohl gerade diese auf der anderen Seite in Punkto Wissensweitergabe wieder davon profitieren würden.
Was ist das „eigentlich Neue“ an ePortfolios? Sind ePortfolios als Begleiterscheinung eines allgemeinen (individuellen/gesellschaftlichen/ technischen/…) Veränderungsprozesses zu sehen oder „einfach nur ein neues Werk-/Spielzeug“? In welche Arten oder Anwendungsformen lassen sich ePortfolios einteilen?
Durch den Gebrauch von ePortfolios werden private Informationen und Details zum eigentlichen Lebenslauf einer Person transparent und einer Vielzahl von Menschen zugänglich gemacht. Man wird hier wohl kaum einen Avatar verwenden oder eine andere Identität annehmen, da man ja sich und seine Arbeit präsentieren möchte.
Es gilt auch zu bedenken, dass viele Menschen sowohl keinen Zugang zum Internet haben, als auch nicht über das technische Wissen verfügen, sich eine solche ePortfolio zu erstellen.
Es gibt sechs verschiedene Typen von ePortfolios, mit unterschiedlichen Zielsetzungen, wie das ePortfolio Booklet von Salzburg Research uns veranschaulicht.
- Fach-oder Kursportfolio
- Lehrportfolio
- Entwicklungsportfolio
- Laufbahnportfolio
- Aufnahmeportfolio
- Sprachenportfolio


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